Skaftafell und Jökulsárlón
Skaftafell, Svinafellsjökull und Jökulsárlón
Auf den Weg nach Osten, fährt man auf der Ringstraße 1,
direkt auf die Berg- und Gletscherwelt des Skaftafell zu.
Von Kirkjubæjarklaustur sind es knappe 75 km in Richtung Höfn.
Das Wetter zeigt sich sehr abwechslungsreich und der
entfernte Regen taucht die Küste in einen Nebel.
Ein vorausfahrender LKW schleudert immer noch
Asche vom Eyjafjallajökullnach oben.
Wir befinden uns jetzt mitten im Skeiðaràrsandur.
Es ist die über 1000 Quadratkilometer große Schwemmsandebene vom Skeidararjökull,
einem gewaltigen Gletscherausläufer vom Vatnajökull.
Wir durchfahren diese Ebene auf einer Länge von über 40 km Länge.
Die Schwemmsandebene von oben.
Weit vor dem Abzweig zum Skaftafell-Nationalpark,
hat man schon den ersten Blick auf die umliegenden Gletscher.
Hier ist es der Skeiðarárjökull, einem Seitenarm des Vatnajökull.
Der gesamte Gletscher ist noch von Asche bedeckt.
Diese Asche bildet Muster, wie man sie vom Strand her kennt.
Auch können wir schon einen Blick nach Skaftafell nehmen.
Ganz links der Gletscher Morsárdalur, in der Mitte der Skaftafellsjökull und rechts
der Svinafellsjökull.
Sogar einen blauen Himmel können wir entdecken!
Nach einem weiten Bogen der Ringstraße, erreicht man kurz vor
dem Abzweig nach Skaftafell einen Parkplatz,
der viele Informationstafeln hat, aber auch das bekannte Brückendenkmal.
Hier ein kleines Video von der Anfahrt.
Es sind die Reste einer Brücke, die 1996 bei einem Gletscherlauf des Vatnajökull vollständig zerstört wurde.
Die Brücke zählt zu den längsten in Island.
Von hier aus hat man auch einen sehr schönen Blick auf die Gletscher.
Das Wetter spielt mit und ich mache erst einmal ein paar Aufnahmen.
Blick auf Skaftafelljökull (links) und Svinafellsjökull (rechts)
Skaftafellsjökull
Svinafellsjökull
Die Flanken des Morsardalur, ganz auf der linken Seite.
Blick nach Morsardalur
Das Wetter spielt mit den Wolken und hüllt die Berggipfel in ein merkwürdiges Licht.
Das läßt auch ein paar Nahaufnahmen vom Gletscher zu.
Und wieder ändert sich das Licht und bringt die Konturen der Bergspitzen deutlich zum Vorschein.
Kurz nach dem Regen erscheinen die Bergrücken noch farbiger.
Unweit vom Parkplatz entfernt befindet sich das Besucherzentrum.
Es ist schon einiges los und trotz der niedrigen Temperaturen und teilweise Regen,
rüsten sich vielr Wanderer mit Steigeisen für eine Gletscherwanderung aus.
Fährt man am Besucherzentrum vorbei, kommt man zum Zeltplatz.
Hinter dem Zeltplatz beginnt auch ein Wanderweg zum Morsardalur.
Wir machen einen kurzen Besuch und fahren dann weiter zum Svinafellsjokull.
Von der Ringstraße geht eine Zufahrt zu einem Parkplatz.
Zwei Schilder erwarten uns am Startpunkt.
Eines, was uns unmissverständlich auf die Gefahren hinweist und und zur Vorsicht mahnt ...
... und eines mit einem schrecklichen Ereignis.
Die Namen habe ich aus Pietät unkenntlich gemacht.
Der Zuweg bis zum Gletscher ist nicht lang - knappe 200 m.
Rechts befindet sich der Gletschersee.
Auf dem See schwimmen schwarze Eisberge.
Das Eis ist dick mit der Asche vom Grimsvötn bedeckt.
Der Weg führt direkt am Gletschersee entlang.
Der Blick zurück auf den Parkplatz.
Wir nähern uns immer mehr der Gletscherzunge.
Am See beginnt der Aufstieg. Zunächst noch leicht.
Der Weg ist an manchen Stellen relativ schmal.
Dann kommen schon ein paar Klettereinlagen.
Vorsicht ist geboten. Die Steine sind rund und teilweise sehr glatt.
Von hier oben kann man schön die Gletscherzunge sehen.
Jetzt steht man unmittelbar am Eisrand.
Von hier aus ist ein detailreicher Einblick möglich.
Mit ein paar Kletterübungen könnte man auf den Gletscher
steigen. Das lassen wir aber lieber sein, denn wir erinnern uns
an das Schild, das am Weg stand.
Auch wenn es so aussieht, als wäre es einfach - das täuscht.
Über uns steht eine steile Felswand.
Je höher man kommt, um so beeindruckender ist die Aussicht.
Hier erneut der Blick Richtung Skaftafell.
Dann ist es geschafft und wir stehen vor diesem Panorama.
Der Gletscher selber ist total schwarz und Lavaberge
erstrahlen in einem diffusen Licht.
Es ist ein wenig unheimlig!
Unwillkürlich müssen wir an die vermissten Personen denken.
Vor uns liegt der Gletscher mit seiner Aschebedeckung.
Über uns befinden sich diese interessanten Basaltformationen.
Gleichzeitig bekommt man hier einen Eindruck über die Gewalt
des Gletschereises.
Oberhalb der Basaltsäulen erkennt man die Schleifspuren des Eises.
Es weht ein kalter Wind vom Gletscher.
Die Wolken verschleiern den Blick auf die Felsen.
Neben uns das zerklüftete Gletschereis.
Was hier so starr aussieht, ist in ständiger Bewegung.
Manche Gesteinsbrocken erscheinen in unglaublichen Farben.
Diese Farben entstehen durch Mineralkonzentrationen im Gestein.
Freigelegt durch das Gletschereis.
Noch einmal der Blick auf den Gletscherausläufer.
Von hier aus kann man einen Teil des ca. 1000 Quadratkilometer großen
Skeiðarársandurs sehen.
Wir laufen zum Parkplatz zurück und setzen unsere
Reise nach Osten fort.
Dabei umfahren wir die südlichste Spitze des Vatnajökull
und bekommen dabei immer wieder Einblicke in
die Gletschertäler.
Wir blicken auf den Virkisjökull.
Im Hintergrund erstrecken sich noch die Ausläufer vom Svinafellsjokull
Die Ringstraße führt weiter an der Südküste entlang.
Auf der rechten Seite sehen wir auf das Wasser und auf der linken Seite
türmen sich die Gipfel alter Lavaströme.
Wir durchqueren eine der interessantesten Landschaften Islands.
Bei starkem Wind und Regenschauer kein Vergnügen.
Bei km 126 machen wir einen kleinen Abstecher zum Fjallsárlón,
der kleinen Schwester des Jökulsarlon.
Seine Eisberge sind genauso schön anzusehen und seine
Abbruchkante ist deutlich sichtbarer.
Außerdem tummeln sich hier längst nicht so viele Menschen.
Reisebusse haben wir hier jedenfalls nicht gesehen.
Auch hier weht eine kalte Luft vom Gletscher herüber.
Es ist empfindlich kalt.
Blaues Eis vom Fjallsjökull treibt im Wasser.
Links im Bild schiebt der Hrutarjökull seine Eismassen ins Tal.
Noch einmal sehen wir vom Parkplatz auf den Eissee.
Weiter geht es, denn unser Tagesziel, der bekanntere Eissee, ist bald erreicht.
Wir sehen schon die Brücke über die Jökulsá.
Doch zuvor biegen wir rechts ab und fahren ein Stück zum Strand.
Hier ist die berühnte Eisküste.
Anscheinend interessiert sich niemand weiter für das Eis, denn wir sind hier ganz allein.
Es sind nur wenig Eis am Strand und die Bruckstücke sind auch sehr klein.
Dennoch - Für uns sind es die schönsten "Eisberge" Islands!
Das Eis ist glasklar!
Glasklares Eis auf dem schwarzen Lavasand.
Immer wieder werden diese Eisbrocken von den Wellen hin und her bewegt.
Eine kleine Ewigkeit beobachten wir das Spiel der Wellen mit dem Eis.
Es ist herrlich hier entlang zu laufen.
Dazu ein kleiner Film.
Ein Bild habe ich noch - der Rest kommt als Poster an die Wand! :)
Eigentlich brauchen wir nur noch über die Brücke zu fahren
und wir sind am Eissee.
Dann machen wir das mal.
Zuerst fahren wir auf das Westufer des Sees.
Und da sind sie auch, das extrem blauen Eisberge, die diesen See so berühmt machen.
Über den ganzen See sind sie verstreut und bewegen sich langsam auf das offene Meer zu.
Durch eine starke Tide werden dieses Eisberge bewegt.
Eine bizarre Eiswelt.
Wer möchte, kann sich mit diesen Fahrzeugen auf den See begeben
und die Eisberge aus nächster Nähe beobachten.
Hier gibt es auch ein kleines Kaffee, in dem man außer Postkarten
und Kaffee, auch heiße Waffeln bekommt.
Die sollte man sich nicht entgehen lassen!
Jetzt hat sich der Parkplatz schon wieder ein wenig gelichtet.
Nur noch wenige Touristen stehen am Ufer und schauen den treibenden Eisbergen zu.
Auch wir sehen uns noch ein wenig um.
Der Blick auf das Westufer.
Die unwirkliche Kulisse an der Gletscherzunge.
Für einen besseren Überblick, hier mal die Sicht von oben.
Mit diesem Blick über den See und Gletscher,
beenden wir die heutige Tour und setzen morgen die Reise nach Ostisland fort.

